Was wir tun

Wir unterstützen von Armut betroffene Kinder und Jugendliche in Kambodscha. Wir belassen diese jungen Menschen während unserer Hilfe bei ihren Eltern. Wir sorgen nach der Schulbildung für eine berufliche Ausbildung. Wir unterstützen deutsche Arbeitgeber dabei, in den Reihen unserer ausgebildeten Jugendliche potentielle Arbeitnehmer zu finden, die sie nach den Kriterien von Fair Trade Organisationen wie GOTS und FLO beschäftigen. Unser Ziel ist es, den Kreislauf der Bedürftigkeit unserer Kinder und das ihrer Familien nachhaltig zu durchbrechen.

Wir haben dafür einen gemeinnützigen Verein gegründet, damit die finanziellen Unterstützer ihre Spenden von der Steuer absetzen können: Choice Family Germany e.V. mit Sitz in Hamburg unter der Vereinsregister-Nummer: VR 21538.

In Sachen Ausbildung wollen wir hier einmal darstellen, was wir heute bereits anbieten oder in Zukunft anbieten wollen:

Näher/Näherin

Wir bilden in unseren Village-Centern junge Menschen zu NäherInnen aus. Ein Mönch aus Siam Reap, der dort bereits eine Textil-Fabrik für die Produktion von Uniformen aufgebaut hat – also ein sehr anspruchsvolles Textilhandwerk – hilft uns dabei, eine Ausbildungsstätte für Textilarbeiter in unsrem Village Center aufzubauen. Kambodscha hat sich in den letzten Jahren zu einem weiteren Textilproduktionszentrum im globalen Dorf entwickelt. Die Chancen sind für junge und textiltechnisch ausgebildete Menschen ungleich höher, eine Anstellung in den Kleiderfabriken von Phnom Penh zu erlangen als ungelernt. Weiterhin versuchen wir Deutsche Arbeitgeber dazu zu überreden, Aufträge für Textilproduktionen nach Kambodscha zu vergeben. Eine erste Schmuckfabrikantin ist gefunden, die Verpackungsmaterial zum Nähen nach Kambodscha schicken will.

Computer Spezialisten & Administratoren

In jüngster Zeit haben wir vier Laptops in unser Village Center verbracht und dort einen Computer-Trainingsraum aufgebaut. Hier bringen wir den Kindern und Jugendlichen die Nutzung eines Computers bei. Die Schutzbefohlenen erlernen den Umgang mit den gängigsten kommerziellen wie auch kostenfreien Computerprogrammen und erlernen ein Basis Wissen für den Computer. Wir zeigen die Unterschiede zwischen Open Source Software wie Linux und deren neuen Programmformen als auch Basis Kenntnisse in Sachen Windows oder Photoshop. Eines unserer Ziele ist hier, vielleicht in Zukunft einige Remote-Arbeitsplätze für Deutsche Arbeitgeber zu entwickeln, z.B. Screen Designer oder System-Administratoren. Wir halten das durchaus für machbar. Das Interesse ist riesig und der Raum ist regelmäßig besetzt.

Update 10/2012: Ein Hamburger Software Unternehmer hilft uns nun dabei, erste Bild-Retouche Arbeiten nach Kambodscha auszulagern. Wir müssen dazu vor Ort allerdings noch ein bisschen ausbilden. Bitte meldet Euch, liebe Screen-DesignerInnen, die Ihr nach Thailand in den Yoga-Urlaub fliegen wollt. Hüpft bitte vorbei in Kambodscha und bringt unseren Jugendlichen in 1-3 Tagen vor Ort bei, wie man Bilder freistellt. Dann kann es schon losgehen! Hands on, nennt der Anglo-Sachse das. Wir auch.

Deutschlehrer

Wir haben einen Deutschlehrer mit Namen Sokphaos Phun (ein 21-jähriger Kambodschaner) halbtags angestellt, der in einer Klasse von ca. 10 Kindern und Jugendlichen unseren Khmerkindern Deutschunterricht zukommen lässt. Das Goethe.Institut in Phnom Penh war von unserer Arbeit so angetan, dass wir nun insgesamt 8 Stipendien erhalten haben, um unseren Kindern und jugendlichen Deutsch beizubringen. Das ist eine absolut fantastische Meldung. Wir mehren so das Ansehen von Deutschland in der Welt. Finden wir gut. Punkt.

Imker/Imkerin

Update 09/2012: Ein befreundeter Unternehmer aus Hamburg, zusammen mit seinem Sohn, werden uns dabei helfen, in Kambodscha ImkerInnen auszubilden.  Er wird uns zudem einen Bienenstock sponsoren. Diesen wollen wir vor Ort in Holz nachbauen und Pläne anfertigen, mit denen wir Bienenstöcke nachbauen können. So dann müssen wir Bienen in unseren Landkreis einführen und dann nur noch ein paar Blumen pflanzen. Wenn’s weiter nichts ist. Honig ist eine sehr gefragte Delikatesse in Kambodscha, selten und teuer. Genau das richtige für einen von Armut bedrohten Menschen. Das ist genauso nachhaltig, wie wir uns das vorstellen. Wir hoffen nur, es klappt auch.

Frisör/in

Wer sich in Phnom Penh die Haare schneiden lässt kann sehen, wie das Frisörhandwerk noch auf einer Wirtschaft beruht, die durch Stromausfälle geprägt sind. Es gibt kleine handbetriebene Schneidemaschinen, die die Arbeitsergebnisse mancher Frisöre ebenso schnell machen wie moderne Haarschneider. Da das Frisörgeschäft weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen ist, ist es beliebt bei vielen jungen Menschen, ganz unabhängig davon, dass dieser künstlerische Beruf ohnehin eine starke Faszination auf junge Menschen mit Neigung zum Fashion & Pop Bereich ausübt. Da es davon auch viele Menschen in den ärmsten Gesellschaftsschichten weltweit gibt, ist auch in unseren Village Centern der Andrang hoch. Wir werden diese Ausbildungsform Anfang  2013 beginnen.

Automechaniker

Kleine Jungs überall auf der Welt lieben diesen Beruf und auch die meisten männlichen Jugendlichen in Kambodscha liebäugeln mit diesem Handwerk und einer entsprechenden Ausbildung. In Phnom Penh sind zudem viele ältere Autos noch im Einsatz, die ohne aufwändige Computerausbildung- und den einsatz von Computern in der Werkstatt repariert werden können. Wir sind hier noch in der Vorbereitung, aber unser erklärtes Ziel ist es in Zukunft in einer kleinen Werkstatt eine entsprechende Ausbildung anzubieten. Vielleicht bereits in 2013.

Pilzezüchter/in

Ashok von Choice Family Singapore hat die großartige Idee gehabt, Pilz-Züchter auszubilden. Das ist deswegen eine gute Idee, weil Pilze einen guten Weltmarktpreis erzielen. Deswegen gehen wir langsam in diese Richtung. Wir wollen diese Ausbildung in 2013 anbieten.

Pfefferanbauer/in

Wir haben einen Beitrag im Fernsehen gesehen, dass früher der qualitativ hochwertigste Pfefferanbau in Kambodscha betrieben wurde. Heute kommt wieder einer der besten Pfeffer der Welt aus Kambodscha. Deswegen wollen wir langfristig gesehen auch hier dafür sorgen, dass manch unserer Schützlinge zu Pfefferbauern ausgebildet werden. Wir haben darüber mit Ross und den Leuten aus Singapore gesprochen und sie finden die Idee super. Sie passt zur landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft von Kambodscha und eben so wie die Pilzezucht wollen wir damit ab 2013 beginnen.

 

7 comments on “Was wir tun
  1. Andreas says:

    Hallo,
    wir waren kuerzlich fuer eine Weile in Kep um ein Projekt zu unterstuetzen, dem Hauptanbaugebiet des besten Pfeffers der Welt. Wir wuerden es unterstuetzen dort Ausbildungen anzutreten. Mitte 2014 ist dort eine weitere Project help aktion geplant. Vielleicht koennte man sich ja mal kurzschliessen. Wir werden das sicher im Auge behalten.
    Gruss
    Andreas

    • Arne says:

      Hallo Andreas,
      sehr gut. Ich habe von dem Pfefferanbau schon gehört. Toll, dass ihr so etwas macht. Wir beabsichtigen Land zu kaufen. Dort wollen wir wie gesagt eine Fischfarm und weitere Anbauprojekte betreiben. Vielleicht wäre der Pfefferanbau tatsächlich möglich. Gerne würden wir uns mit Euch über eure Erfahrungen im Pfefferanbau austauschen. Lass gerne etwas von Dir hören.
      Schöne Grüße!
      Arne

  2. Andreas says:

    Hallo Arne,
    sorry erst so spaet die Antwort. Wir sind erst wieder im Dezember, wie jedes Jahr , im Land. Wir unterstuetzen in Kep vorerst ein kleines Tempelprojekt, werden uns aber diesmal bemuehen mit den dortigen Pfefferbauern ueber evtl. Ausbildungen zum Pfefferbauer unterhalten. Kep ist auch Neuland fuer uns. Wir muessen uns dort erst mal verknuepfen.Wir tun das normal ueber die buddhistische Linie. Das macht es oft einfacher die “richtigen” Leute zu finden. Leider hatten wir im letzten Dezember zu wenig Zeit. Ich melde mich wenn wir dort angeknuepft haben. Vielleicht sehen wir uns ja Mitte Dezember in PP.
    Es ist schoen zu sehen wie sich Choice immer weiter entwickelt, auch dank eurer Hilfe.
    Gruss
    Andreas

  3. Andreas says:

    Hallo Arne die 2te.
    Zm Thema Ausbildung zum Motorradmechaniker haben wir einen reichen Schweizer in PP kennengelernt , der dort eine Motorradwerkstatt PROFESSIONELL betreibt(Der Mann hat uebrigends gerade vor 2 Wochen seinen Rolls fuer eigene Projekte in der Schweiz versteigern lassen;-)). Wir haben das Thema Ausbildung da schon mal angsprochen und er war eigentlich begeistert. Er heisst BRUNO wohnt um die Ecke in PP und macht einen sehr guten, soliden Eindruck. mail: bikerrentalcambodia@gmx.com. Vielleicht koennt ihr da ja was mit anfangen. Ross war so im Stress, das wir ihm das nicht auch noch auf die Schultern laden konnten/wollten.

  4. Susan says:

    hallo liebes Team, komme anfang 2015 nach Kamodscha. Möchte gern mich nützlich machen. Bitte um Ideen. Danke !

  5. Arne says:

    Hi Susan, hi Andreas, danke für die Anfrage und sorry 4 late reply. Du kannst gerne Andreas schreiben, der ein guter Freund ist. Oder mir auf diese Mailadresse hin schreiben: arne.flick@choicefamily.de Wir können Dir gerne übermitteln wie Du uns helfen kannst. Lieber Gruß! Arne

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*