Was wir nicht tun

Was wir von Choice Family Germany e.V. nicht machen, sind hier in Deutschland von Spendengeldern Ausgaben für Angestellte, Werbung oder Gebäudemieten oder dergleichen zu bestreiten. Die Spedengelder fließen zu 100% in die Village Center und werden dort ausschließlich für die  Schulung und Speisung der Kinder verwandt. Und wir lösen bedürftige Kinder auch nicht aus ihrem sozialen Umfeld heraus.

Sie möchten wissen, warum wir das nicht tun?

In Kambodscha arbeiten ca. 4.000 Hilfsorganisationen, von der Unicef bis zum kleinen Hilfsprojekt wie unseres. Das Problem ist: vielen ist nicht zu trauen. Oft findet sich unter sogenannten Hilfsprojekten ein Waisenhaus eines Aussteigers aus einem westlichen Land wie England, Deutschland oder Italien (nur Beispiele) wieder, das aus einem offiziellen und privaten Teil besteht. Unten ist das Waisenhaus mit ca. 10-15 Waisenkindern untergebracht, oben residiert der selbsternannte Waisenhausleiter und blickt von oben über sein Reich und seinen Schicken großen Geländewagen. Alle Ausgaben des Waisenhauses (inklusive der privaten Lebenshaltungskosten) werden finanziert mit den Spenden von Freunden und Verwandten und nicht selten einigen staatlichen Hilfsorganisationen des Herkunftslandes.

Was der Waisenhausleiter oft nicht weiß, da er i.d.R. kein Khmer spricht, ist dass die meisten seiner Waisen gar keine sind, sondern von ihren Eltern als Waisen ausgegeben werden. Die Eltern haben so beide Zeit in einer Textilfabrik zu arbeiten und dem großen Traum von Kühlschrank und Automobil näher zu kommen. Das kleine Kind wird wochenlang im Waisenhaus zurück gelassen und erlebt dort eine bedrohlich empfundene Umgebung von Isolation und Einsamkeit aufgrund des Verlust an mütterlicher Nähe, was in den kleinen Kinderseelen oft fürchterliches anrichtet.

Aber sicherlich gibt es auch Kinder, die ihre Eltern z.B. in einem tragischen Verkehrsunfall verloren haben und die deswegen zu Waisen wurden. Was geschieht mit diesen bemitleidenswerten Kindern? Benötigt man nicht auch hier viele Waisenheime, um sie aufzunehmen? Nein, das braucht es nicht. Denken Sie mal an einen zweijährigen oder eine vierjährige. Was glauben Sie was mit solchen süßen Menschlein geschieht, wenn sie Waisen geworden sind? Richtig, die nächsten Verwandten sind mehr als bereit, die süßen, kleinen Racker aufzunehmen. Das ist hier nicht anders als in anderem Teilen der Welt. Und für die Zahl der bemitleidenswerten Aids-Waisen, die es unbestreitbar in Kambodscha ebenfalls gibt, sowie für diejenigen armseligen Waisen, die von ihren Eltern aus Gründen der Armut abgegeben wurden, reicht die Zahl der staatlichen und Unicef-Waisenhäuser mehr als aus.

Was wir also tun ist das hier

Wir überführen die Spendengelder zu 100% an ihre Bestimmung, können das auch jederzeit nachweisen und wir sorgen dafür, dass Kinder bei ihren Eltern oder Pflegeverwandten bleiben können, während wir ihnen regelmäßige Ernährung, Zahnarztbesuche und andere medizinische Hilfe sowie Schulbildung und berufliche Ausbildung ermöglichen – all das mit der finanziellen Hilfe der Spender aus Deutschland.

One comment on “Was wir nicht tun
  1. Andreas says:

    Das ist alles so richtig, nur ist es noch schlimmer. Oft werden Kinder gegen monatliche Reisrationen und/oder ein paar $ praktisch in aermsten oft weit abgelegenen Doerfern “gemietet” von diesen gewissenlosen Leuten. Behinderte Kinder, Blinde oder Unfallopfer erzielen dabei besonders “gute Preise” weil sie natuerlich bei den arglosen unbedarften und hilfswilligen Touristen die Spendenbereitschaft erhoehen. Es ist ein uebles , dreckiges Spiel das sich da in Kambodscha praktisch zur Industrie entwickelt hat. Da kann man Choice(deren Buecher ich regelmaessig einsehe und deren Programme ich verfolge) zu ihrem sauberen und humanbezogenen System nur gratulieren. CHOICE-Cambodia ist eine der wirklich wenigen, vollstaendig saubern und transparenten Organisationen in Kambodscha die ich dort vorfand und auch unterstuetze. Als Fundraiser mach CHOICE FAMILY GERMANY einen hervorragenden Job um Choice-Cambodia am Leben zu halten und auszubauen. Meinen Glueckwunsch. Gute Arbeit.

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