Sleuk Ritz Institut. Denkmal für ein modernes Kambodscha

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Tiefe Wunden hinterlassen Narben. Narben heilen langsam und sichtbar bleiben sie ein Leben lang. Tief sind die Wunden, die dem Land in der Zeit der roten Khmer zugefügt wurden, die Narben und Erinnerungen finden sich bis heute. Jetzt wird dieser Zeit in Kambodscha ein sehr besonderes Denkmal gesetzt. Ein Denkmal, das nichts mit allen anderen Denkmälern gemein hat, das Sleuk Ritz Institut. Baubeginn ist 2015. Das Institut wird aus fünf Gebäuden mit einer Fläche von 8000 Quadratmetern bestehen, in denen ein Geschichtsmuseum, ein Forschungszentrum, eine Schule, ein Archiv und eine Bibliothek untergebracht sind.

Noch ist nichts zu sehen, aber wenn die Realität nur ein wenig so aussehen wird, wie die Planbilder die jetzt veröffentlicht wurden, kann ich nur sagen: “whow” – selten (noch nie?) habe ich eine Erinnerungsstätte gesehen, die so elegant und souverän das Erbe einer belasteten Geschichte in eine klare und authentische (kambodschanische) Formsprache übersetzt und die zugleich als Statement für ein modernes und zukunftsorientiertes Kambodscha gelten kann. Eine Mischung, die nur sehr selten gelingt und auf die Kambodscha zu Recht stolz sein kann. Wirklich ein großer Wurf.

Besonders gelungen empfinde ich die Stelzenkonstruktion, denn der ganze Komplex wird auf Stelzen gebaut. Das dient dem Schutz vor Hochwasser, lässt das Gebäude aber das ganze Jahr über leicht und elegant wirken – eben nicht der klassische Erinnerungsbunker. Sondern Vision und Zeichen.

Mehr zum Institut und seiner Ausrichtung können Sie hier erfahren www.cambodiasri.org und wer noch mehr richtig gute Architektur bestaunen will, kann sich gerne einmal auf der Homepage der formidablen Architektin Zaha Hadid umschauen  – es lohnt.

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